STORIES BUDGETBERATUNG

Die folgenden Stories erzählen anonymisierte jedoch wahre Geschichten betroffener Personen.

Lars 20

Lars Budgetberatung

Keine Alimente mehr.

Meine Eltern sind geschieden. Über Jahre hinweg musste ich mir den Streit ums Geld anhören. Kurz vor meiner Lehrabschlussprüfung hat mich mein Vater vor die Wahl gestellt: Entweder ziehe ich bei meiner Mutter aus oder es gibt keine Alimente mehr und ich muss die geplante BMS berufsbegleitend machen.

Eigentlich möchte ich die einjährige BMS absolvieren und dennoch weiter bei meiner Mutter wohnen. Allerdings weiss ich nicht, ob und wie sich das ohne die Alimente meines Vaters finanzieren lässt. Ich habe schon von der Budgetberatung gehört, die bei sowas Hilfe anbietet. Ich wünsche mir Unterstützung bei der Kostgeldberechnung für das Wohnen bei meiner Mutter. Dann kann ich hoffentlich besser entscheiden. Sollte ich auch das Gespräch mit meinem Vater suchen? Wie verhält es sich rechtlich gesehen mit seiner Forderung?

Eva 41

Eva Budgetberatung

Geld verdienen. Aber wie?

Es ist jetzt nicht mehr so, wie es einmal war. Ich empfinde nichts mehr für meinen Mann. So kann ich mir nicht vorstellen, mit ihm alt zu werden. Ich möchte mich von ihm trennen. Das Schwierige dabei ist jedoch: Wir haben zwei kleine Kinder und bauen gerade ein Haus. In wenigen Monaten wird es bezugsbereit sein.

Meine Eltern verstehen nicht, dass ich mich genau jetzt von meinem Mann trennen will, wo wir doch gerade so viel Geld investiert haben. Die finanzielle Zukunft macht auch mir grosse Angst. Als nicht erwerbstätige Familienfrau habe ich kein eigenes Einkommen. Mein Mann meint, ich müsse jetzt auch Geld verdienen. Aber wie und wieviel? – Das alles wächst mir langsam aber sicher über den Kopf.

Markus und Sarah 31

Markus und Sarah Budgetberatung

Plötzlich weniger.

Alles war sorgfältig geplant und auf gutem Weg: Wir kannten uns schon sehr lange. Wir hatten beide ein Studium abgeschlossen und spannende Arbeitsplätze gefunden. Für die Gründung einer Familie war der uns richtig erscheinende Zeitpunkt gekommen. Ich, Markus, verhandelte erfolgreich mit meinem Arbeitgeber und konnte mein Pensum reduzieren. Es erfüllte mich, den Freitag ganz für Leonie da sein zu können. Sarah wollte nach dem Mutterschaftsurlaub auch wieder an vier Tagen arbeiten. Der Kita-Platz war gesichert.

Doch die neue Familiensituation forderte Sarah emotional und energiemässig weit mehr als erwartet. Sie musste auf zwei Tage reduzieren, um alles bewältigen zu können. Finanziell ging das, auch wenn wir nicht mit diesem Ausfall gerechnet hatten. Doch dann kam Corona. Meine Firma hat es nicht geschafft. Seit ein paar Wochen steht unser Leben Kopf. Wie soll das nur weitergehen? Unsere Freunde sagen, wir jammern auf hohem Niveau. Vielleicht stimmt das sogar. Doch die unerwarteten finanziellen Einbussen plagen uns trotzdem Tag und Nacht.

Adela 23

Adela Budgetberatung

Grosser Einsatz – kleiner Lohn

Früher habe ich bei meinen Grosseltern in Bosnien gelebt. Dann holten meine Eltern mich zu sich in die Schweiz. Ich habe hier die Sekundarschule besucht. Es war schwer für mich. In Bosnien war ich eine gute Schülerin, doch hier habe ich einfach zu wenig verstanden. Dann war die Schulzeit vorbei. Ich half meiner Mutter im Haushalt und meiner Tante mit ihren kleinen Kindern.

Meine Schulkolleginnen haben eine Lehre gemacht. Ich hatte mit meinen immer noch eingeschränkten Deutschkenntnissen keine Chance, erhielt nur Absagen. Seit drei Jahren arbeite ich Vollzeit in einer Fabrik, manchmal Schicht. 2500 Franken verdiene ich im Monat, netto. Meine Eltern sind endlich einverstanden, dass ich von zu Hause wegziehe. Aber kann ich mir das überhaupt leisten?